Project-simulator — Der Flugsimulator für Projektleiter

Deliberate Practice: Bewusstes Üben macht Sie zum Experten

Veröffentlicht 2026-07-02 · Die Forschung hinter Project-simulator

Warum werden manche Projektleiter von Jahr zu Jahr besser, während andere trotz langer Erfahrung auf der Stelle zu treten scheinen? Die Frage ist älter als der Beruf des Projektleiters selbst, und eine der einflussreichsten Antworten kam 1993 vom Psychologen K. Anders Ericsson und seinen Kollegen.

Ihr Konzept der Deliberate Practice, auf Deutsch etwa bewusstes oder gezieltes Üben, prägt seither unser Verständnis von Expertise in Musik, Sport, Medizin und Führung. Die Kernbotschaft ist unbequem, aber befreiend: Expertise ist nicht in erster Linie eine Frage von Talent oder Berufsjahren, sondern davon, wie man übt.

Was sagt die Forschung?

Ericsson, Krampe und Tesch-Römer untersuchten unter anderem Violinisten an einer Musikhochschule in Berlin und verglichen die Allerbesten mit jenen, die gut, aber nicht in der Spitzengruppe waren. Was die Gruppen unterschied, war nicht die Gesamtzeit am Instrument, sondern die Menge an fokussiertem, anstrengendem Einzelüben: Übung, die auf konkrete Schwächen zielte, mit klaren Zielen und unmittelbarem Feedback.

Die Forscher definierten Deliberate Practice über einige Merkmale. Das Üben ist darauf ausgelegt, einen klar umrissenen Teil der Leistung zu verbessern, nicht nur die Aufgabe zu erledigen. Es liegt knapp jenseits des aktuellen Könnens, sodass es sich anstrengend anfühlt. Es liefert schnelles, konkretes Feedback dazu, was gut und was schlecht lief. Und es wird wiederholt, mit Anpassungen zwischen den Versuchen.

Die wichtigste Schlussfolgerung für das Berufsleben lautet: Erfahrung allein genügt nicht. Wer dasselbe viele Male tut, festigt Gewohnheiten, gute wie schlechte. Ohne gezieltes Üben und Feedback flacht die Entwicklung ab, oft schon recht früh in der Laufbahn. Das erklärt, warum die Zahl abgeschlossener Projekte erstaunlich wenig darüber aussagt, wie gut ein Projektleiter etwa in schwierigen Gesprächen ist.

Was bedeutet das für Sie als Projektleiter?

Erstens: Üben Sie eine Sache nach der anderen. Besser in Meetings zu werden ist kein Trainingsziel; jedes Statusmeeting mit einer klaren Absicht zu eröffnen oder eine Rückfrage zu stellen, bevor Sie auf einen Einwand reagieren, schon. Wählen Sie eine klar umrissene Fähigkeit, bleiben Sie einige Wochen dabei und wechseln Sie dann.

Zweitens: Holen Sie sich Feedback zeitnah. Bitten Sie einen Kollegen, in Ihrem nächsten Meeting auf eine bestimmte Sache zu achten und Ihnen noch am selben Tag zu sagen, was er beobachtet hat. Je mehr Zeit zwischen Handlung und Feedback liegt, desto schwächer wird das Lernen. Vage Urteile wie „war doch ganz gut“ helfen nicht; bitten Sie um konkrete Beobachtungen.

Drittens: Wählen Sie den richtigen Schwierigkeitsgrad. Wenn sich alle Ihre Gespräche angenehm anfühlen, trainieren Sie nicht, Sie liefern nur ab. Suchen Sie bewusst die Verhandlung oder die Liefernachricht, die ein wenig unangenehm ist. Können wächst in der Anstrengung, nicht in der Routine. Rechnen Sie auch damit, dass echtes Üben mühsam ist; Ericsson und seine Kollegen stellten fest, dass Deliberate Practice, anders als Arbeit und Spiel, im Moment selbst selten Freude macht – gerade weil sie auf das zielt, was man noch nicht beherrscht.

So trainieren Sie das

Das Problem im Berufsleben ist, dass schwierige Gespräche selten sind, Scheitern teuer ist und ehrliches Feedback kaum folgt. Ein Simulator löst alle drei Probleme: Sie können dieselbe Art von Gespräch viele Male wiederholen, sich auf eine Fähigkeit nach der anderen konzentrieren, den Schwierigkeitsgrad schrittweise erhöhen und Feedback erhalten, das genau auf das verweist, was Sie gesagt haben. Das ist Deliberate Practice, angewandt auf Projektmanagement. Probieren Sie Project-simulator eine Woche kostenlos aus und spüren Sie den Unterschied zum bloßen Sammeln von Erfahrung.

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In Project-simulator üben Sie diese Gespräche mit einem KI-Gegenüber und erhalten Feedback, das auf Forschung wie dieser beruht.

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Quelle: Ericsson, K. A., Krampe, R. T., & Tesch-Romer, C. (1993). The Role of Deliberate Practice in the Acquisition of Expert Performance. Psychological Review, 100(3). DOI: 10.1037/0033-295X.100.3.363